CD-REZENSION www.mittelbayerische.de

Das Glück der Welt ist so zart wie Glas
Ein Regensburger Label bringt Erich-Kästner-Vertonungen heraus – gesungen von Constance Heller, begleitet von Gerold Huber.
Von Florian Sendtner, MZ

REGENSBURG.„Kennst du das Land, wo die Kanonen blühn?“ fragte Erich Kästner 1928. „Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlernen!“ Und unter den vielen Details, die dieses kriegslüsterne Land charakterisieren, nannte der Dichter auch dieses: „Dort steckt ein Kind in jedem zweiten Mann. Das will mit Bleisoldaten spielen.“ Achtzehn Jahre und einen Weltkrieg später, im Jahr 1946, ist es nicht mehr nur jeder zweite Mann, den Kästner verdächtigt, Krieg spielen zu wollen: „Es steckt ein Kind in jedem Mann. / Ein Spielzeug ist sein Ziel. / Nur was dabei zustande kommt, / das ist kein Kinderspiel.“

Kästner selbst hat immer das Prosaische, Praktische seiner Lyrik betont. „Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke“ – der Buchtitel, 1936 in der Schweiz erschienen, sagt schon alles: alltagstaugliche Gedichte werden hier angeboten, Hirnfutter für den Hausgebrauch, keine abgehobene Poesie. Und doch ließ sich Kästners Lyrik genauso klassisch vertonen wie die von Goethe. Edmund Nick hat 67 Kästner-Lieder komponiert, in einer zeitlos-klassisch-modernen Manier, die Franz Schubert genauso verinnerlicht hat, wie sie mit Kurt Weill auf Augenhöhe ist.

Das relativ junge Regensburger Label Spektral hat jetzt 22 dieser 67 Kästner-Vertonungen unter dem Titel „Fahrt in die Welt“ als CD herausgebracht – gesungen von der Mezzosopranistin Constance Heller, am Klavier begleitet von Gerold Huber. Man kann diese Scheibe nur als kleine, feine Sensation bezeichnen. Es geht schon damit los, dass die Bezeichnung „Klavierbegleitung“ für das, was Gerold Huber hier zu Gehör bringt, so gar nicht passen will. Denn Hubers Klavier schmiegt sich einerseits aufs eleganteste an Constance Hellers hell strahlenden Mezzosopran an, es führt aber gleichzeitig ein durchgehend vernehmbares Eigenleben, ohne auch nur mit einer einzigen Note auftrumpfen oder dominieren zu wollen.

Heller besticht durch Vielseitigkeit

Constance Hellers Stimme schließlich ist von einer traumwandlerischen Sicherheit in der Intonation. Sie kann von einer Note zur anderen Siegesgewissheit in Depression abstürzen lassen, Zuversicht in Melancholie – und umgekehrt kann sie mitten im Pianissimo ohne Vorwarnung aufdrehen bis zum Anschlag. Und man hat nicht den Eindruck, als ob sie das auch nur einmal üben hätte müssen, so unmittelbar überzeugend klingt das, so ganz und gar nicht gewollt oder gar erzwungen.

Im „Spielzeuglied“ von 1946 über die Krieg spielenden Männer tastet sie sich zuerst zaghaft in Moll hoch: „Das Glück der Welt ist zart wie Glas / und gar nicht sehr gesund.“ Um dann posaunenhaft triumphierend in Dur draufzusetzen: „Doch wenn die Welt aus Eisen wär, – / die Männer, die Männer, / sie richten sie zugrund!“ Die schwererziehbaren Erwachsenen sind bei Kästner ein Dauerthema. Die Analogie von den Kindern, die ihr Spielzeug zerschlagen, zu den Nazis, die die Welt in Schutt und Asche legen, wird beim Refrain schräg: „Es ist nur so: wir lieben sie. / Ihr Schmerz ist unser Schmerz. / Wir legen sie nicht übers Knie. / Wir drücken sie ans Herz.“

Aber apropos Herz: Natürlich reimt es sich bei Kästner nicht auf Schmerz. Doch immerhin ist ihm ein eigenes Gedicht gewidmet: „Frage an das eigene Herz“ (1945). Indes, es antwortet nicht, das Herz, der Inhaber des Organs wird nicht schlau aus ihm – und resigniert: „Man soll den Mächten, die das Herz erschufen, / nicht dankbar sein.“

Wohl kein klassischer Kästner?

Typisch Kästner: das lyrische Ich teilt überschwänglich seine Befindlichkeit mit? – Von wegen: Es weiß nicht, was mit ihm los ist. Von Edmund Nick wiederum kongenial vertont und von Heller und Huber musikalisch derart stimmig dargeboten, dass man Walter Benjamins Kästner-Verriss („linke Melancholie“) endgültig als rätselhaften Ausreißer abhakt.

Es ist auch noch eine zweite Stimme auf dieser CD zu hören, die von Dagmar Nick, der Tochter des Komponisten, die soeben ihren Neunzigsten feierte und vor allem als Dichterin bekannt ist. Sie spricht das letzte Gedicht aus dem Zyklus „Die 13 Monate“ (1969). Im Booklet steuert sie einen Aufsatz bei über die Freundschaft ihres Vaters mit Kästner. Die beiden lernen sich 1929 im Breslauer Rundfunk kennen und sind bis an ihr Lebensende befreundet. Sie sterben im gleichen Jahr, 1974.

http://www.mittelbayerische.de/kultur-nachrichten/das-glueck-der-welt-ist-so-zart-wie-glas-21853-art1394272.html


CD-REZENSION GEROLD HUBER

Wahre Entdeckung

Ein rares Repertoire das Constance Heller und Gerold Huber nun ausgegraben und eingespielt haben

von Sabine Näher

Noch immer gilt Erich Kästner vielen „nur“ als Kinderbuchautor, obwohl er Romane, Gedichte und Texte für Zeitung, Funk und Kabarett geschrieben hat. Seit 1929 verband ihn eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Dirigenten Edmund Nick, der viele seiner Texte vertonte. Dieses rare Repertoire haben die Mezzosopranistin Constance Heller und der (Lied-) Pianist Gerold Huber nun ausgegraben und eingespielt: Leicht und tiefsinnig zugleich, mitunter bissig - eine wahre Entdeckung! Dabei trifft Heller trotz ihrer dunkel glühenden, klassisch ausgebildeten Stimme lässig den leichten Plauderton des Chansons. Und Huber ist der bewährt einfühlsame Klavierpartner, der auftrumpfen kann, wo es gefordert ist. In der letzten Nummer ist schließlich noch die Tochter des Komponisten, die Dichterin Dagmar Nick, als Sprecherin zu erleben. Ihr ist auch der sehr gute Booklet-Text zu verdanken.



http://www.concerti.de/de/3473/cd-rezension-gerold-huber-wahre-entdeckung.html


Critiques Gounod Faust Théatre du Capitole Toulouse:

Classiquenews.com posté le 04.07.2016 par Hubert Stoecklin:
„La dame Marthe de Constance Heller est élégante et pleine d´humour, la voix claire et jeune lui donne du panache loin des matrones habituelles. Elle sait tenir sa présence dans les ensembles et sa scène de séduction avec Méphisto est un régal…“

Forumopéra.com, 30 juin 2016 par Maurice Salles:
„En revanche la Dame Marthe de Constance Heller articule fort clairement. On soupconne que si on lui avait laché la bride elle aurait libéré une puissante vis comica.“

ODB-Opéra, 27 juin 2016 par Jean Jordy:
„Belle dame Marthe de Constance Heller (un luxe pour une aussi brève silhouette).“


„Eine sehr taffe Marthe Schwerdtlein mit flottem, rotem Pagenkopf gab Constance Heller und war auch vokal eine ansehnliche Nachbarin Marguerites.“
10.12.2015 von Ingrid Wanja
http://www.deropernfreund.de/berlin-staatsoper-wa-6.html


„Constance Heller bestach mit ihrem wundervollen Stimmtimbre als Marthe.“
Quelle:
https://svensopernparadies.wordpress.com/2014/12/09/charles-gounod-faust-berlin-schiller-theater-d-06-12-2014/


DER OPERNFREUND

„Gar nicht das von Mephisto besungene alte Weib war die jugendliche Constance Heller mit herber Mezzostimme.“
Quelle:
http://www.deropernfreund.de/berlin-staatsoper-wa-6.html


Opernnetz

Herrscher zwischen Gott und Wahnsinn
von Horst Dichanz
„Mit der machtgierigen Abigaille und der verkannten Fenena sind zwei weibliche Antagonisten im Spiel, die durch Kostüm und Stimme ihre Rollen klar markieren. Constance Heller gibt der Fenena eine sanftmütige, romantisch-verliebte Ausstrahlung, ihr heller, weicher Mezzosopran stützt diese Charakterisierung vorzüglich.“
Opernnetz Quelle: http://opernnetz.de/seiten/rezensionen/Schwerin_Nabucco_Dichanz_140703.htm


Opernnetz

Buntes Treiben vor dem Schloß
von Andreas H. Hölscher
"Constance Heller überzeugt mit warmem Mezzo-Klang und klaren Höhen als Prinz Orlofsky"
Opernnetz Quelle: http://opernnetz.de/seiten/rezensionen/sch_fle_hoe_130614.htm



Schweriner Volkszeitung, 15.04.2013

Junge Stimmen, Dramatik, und symbolische Räume von Michael Baumgartl
"Der kraftvolle Alt von Constance Heller passt wunderbar zum Charakter der Olga"



Schweriner Volkszeitung, 29.10.2012

Toller Opernabend zum Sehen und Hören
Von Michael Baumgartl

„…Die Mezzosopranistin Constance Heller, auch Publikumsliebling, vermochte dem Cherubino den Reiz des Pubertären ohne jede Überzeichnung abzugewinnen und verlieh dessen Arien und Kanzonen ihren eigenen fesselnden Charakter.“



Ostseezeitung, 29.10.2012

Oper als Gesamtkunstwerk: „Figaros Hochzeit“
Von Heinz-Jürgen Staszak

„…dazwischen die junge Constance Heller irrlichternd als permanent erotisierter Cherubino.“



Opernnetz

Eifersucht und Melancholie im Schloss
Von Horst Dichanz

„…Constance Heller in der Rolle des Cherubino bringt das Publikum mit Spielwitz und frechem Mezzosopran wiederholt zu Szenenapplaus.“

Quelle: http://www.opernnetz.de/seiten/rezensionen/sch_hoc_dic_121026.htm



Lübecker Stadtzeitung, 06.11.2012
"Ein Kabinettstück als verunsicherter Cherubin mit stimmlichem Liebreiz bietet Constance Heller."



Gounods Faust/Margarete an der Semperoper Dresden
Premiere am 05. Juni 2010

"En fin de compte, seule Constance Heller, Marthe
d´une jeunesse bienvenue, donne vraiment à comprendre le texte."
www.ForumOpera.com, Christophe Rizoud

"Constance Heller in Stimme und Erscheinung eine angenehm junge Marthe."
www.Klassik.com, Boris Michael Gruhl, 20.06.2010

"ebenso wie Constance Hellers sehr dunkel timbrierter Alt die Rolle der Marthe gut gestaltet.“
www.Operapoint.com, Oliver Hohlbach, 05. Juni 2010



Oper „WUT“ von Andrea Lorenzo Scartazzini am Stadttheater Bern
Premiere am 10.09.2010

Der Bund, Patrick Fischer, 13.09.2010:
Constance Heller interpretiert Judit als Frau, die man zwar entehren, nicht aber brechen kann.

"Berne: Wut
...Constance Heller est vocalement grandiose dans le trop court rôle de
Judit..."
http://www.scenesmagazine.com/spip.php?article2054
lundi 1er novembre 2010 par Eric POUSAZ



www.klassik-in-berlin.de, Oktober 2006

Angriff der Killer-Diven
Karsten Wiegand inszeniert Maria Stuarda an der Staatsoper Berlin

Von Heiko Schon / Fotos: Monika Ritterhaus



"… Dies addiert mit einem kernigen Christof Fischesser, einem markanten Arttu Kataja und einer souveränen Constance Heller ließen ein wahres Sängerfest wahr werden. Die Staatsoper hatte sich mit dem in Deutschland noch relativ unbekannten Dirigenten Alain Altinoglu ein weiteres As im Ärmel gesichert. Stets ein wachsames Auge auf die Solisten habend, ließ Altinoglu die formvollendet spielende Staatskapelle ordentlich funkeln. Das Belcanto-Feuer loderte hoch; die Abstimmung mit dem Chor (von Eberhard Friedrich gewohnt meisterlich einstudiert) verlief glänzend. Diese Neuproduktion, wie aus einem Guss, ist in der Berliner Musiktheaterlandschaft die Gelungenste seit langem. Wir haben gelacht, fühlten mit, waren gespannt. Was will man mehr?"

Quelle: (07.10.2006) www.klassik-in-berlin.de



“Das Opernglas” 11/2006, Seite 11 von M. Wilks

Berlin
Maria Stuarda
29. September. Staatsoper

"… Die übrigen Partien waren mit Christof Fischesser (Talbot), Arttu Kataja (Cecil) und insbesondere Constance Heller (Anna) gut besetzt worden. Alain Altinoglu debütierte am Pult der Staatskapelle und besorgte in erster Linie einen filigranen, warmen Ton sowie etliche Nuancen in der Gestaltung. …"

Quelle: www.opernglas.de



freiepresse.de, Dezember 2006

Hoffmann erzählt und hat begierige Zuhörer
Fantasievolle Offenbach-Oper erlebte in Annaberg-Buchholz eine begeisternde Premiere

"… Naoshi Takahashi bringt mit dem Orchester alles in Schwung, Chor und Solisten haben eine feste verlässliche Stütze. Das ganze Ensemble und Gäste dazu sind auf den Beinen, manche Rollen sind doppelt besetzt, man sieht neue Gesichter, hört neue Stimmen. Hoffmanns Muse, als Student Niklas stets an seiner Seite, singt und spielt sich in die Herzen der Zuschauer. Constance Heller glänzt mit ausdrucksstarker Stimme. Craig Bermingham ist ein junger, schwärmerischer Hoffmann, dessen Obsessionen man gut nachfühlen kann. Die drei Frauengestalten, Olympia (Bettina Corthy-Hildebrandt), Antonia (Madelaine Vogt-Kruschel) und Giulietta (Marita Posselt) bringen ihn außer Rand und Band. …"

Von Reinhold Lindner

Quelle: www.freiepresse.de



Der Spielplan, Februar 2005

Die Mezzosopranistin Constance Heller bekam bei ihrem Rollendebüt als Page Cherubino in “Figaros Hochzeit”, in der neuen deutschen Übertragung von Barbara Hass, großen Erfolg. Regie führte Michael Leinert.
Die mit Preisen ausgezeichnete Künstlerin wirkte bisher in Opernproduktionen
in Augsburg, Gießen, Krefeld/Mönchengladbach sowie Bayreuth mit.

Quelle: www.der-spielplan.de



Rheinische Post, 05. Juli 2002



Zwischen Oper und Oratorium

Constance Heller ist ein vielseitiger Mensch. Zumindest hat die Mezzosopranistin jede Gelegenheit genutzt, sich und ihre Fähigkeiten zu erproben. Als Rundfunksprecherin war sie im Einsatz, als “Clara von Assisi” im Film zu sehen und nun steht sie im Theater Mönchengladbach als Olga in der Tschaikovsky-Oper “Eugen Onegin” auf der Bühne. Wer die zierliche 30-jährige erleben möchte, sollte sich den 30. Juli vormerken. Dann ist sie zum letzten Mal in der Spielzeit in Mönchengladbach zu hören.
Doch der Reihe nach. Aufgewachsen ist die Bayerin im Berchtesgadener Land. Dort war eines Tages der Komponist Cesar Bresgen im Haus der Eltern zu Gast. Constance Heller nutzte die Chance und präsentierte ein Brahms-Lied, mit der Folge, dass Bresgen sie kurze Zeit später bat, für eine erkrankte Sängerin in einem von ihm komponierten Mysterienspiel einzuspringen. Das Singen machte ihr so viel Spaß, dass sie beschloss, sich nach dem Abitur statt der Medizin dem Gesang zu widmen.
Am Mozarteum in Salzburg hat sie studiert.
Ihr Glück: Sie durfte einen Meisterkurs an der Münchner Singschule absolvieren und beim Schlusskonzert in der Staatsoper auftreten. Und siehe da, nach diesem Auftritt bat der Intendant des Gießener Theaters die Mezzosopranistin, die Partie des Niklaus in “Hoffmanns Erzählungen” zu übernehmen.
Was Constance Heller auch deshalb gefiel, weil sie gerne Hosenrollen singt. Der Cherubino in “Figaros Hochzeit” würde sie reizen und auch der Oktavian im “Rosenkavalier” steht auf ihrer Wunschliste.
Aber es gibt noch etwas anderes, was sie gerne singt: Oratorien und Lieder. Das ist auch einer der Gründe, warum Constance Heller am Gemeinschaftstheater einen Stückvertrag unterschrieb. Sie singt die Olga in “Eugen Onegin”, tritt bei der Operngala “Mit der Oper durch Europa” auf und ist beim zweiten Chorkonzert im April 2003 zu hören. “Ich möchte neben der Tätigkeit als Opernsängerin auch Zeit für Konzerte haben”, betont die 30-Jährige, die von der Zusammenarbeit mit den Kollegen des Musiktheaters begeistert ist. Was ihre Zukunft betrifft, ist die Mezzosopranistin ganz zuversichtlich: “Ich habe es nie bereut, Sängerin zu werden.”

Von Barbara Kaim-Grüneisen

http://www.rp-online.de/public/home/nachrichten



Südostbayerische Rundschau, 02. Januar 2004

Laufen: Constance Heller stand im Rampenlicht

Laufen. In München feierte vor kurzem der Richard-Wagner-Verband den 50. Jahrestag seiner Wiedergründung nach dem 2. Weltkrieg, die Ende 1953 erfolgte. Bei der unter der Schirmherrschaft Seiner Königlichen Hoheit, Herzog Franz von Bayern, stehenden Jubiläumsveranstaltung im Festsaal des Künstlerhauses am Lenbachplatz wirkte die aus Laufen stammende Opern- und Oratorien-Sängerin Constance Heller als Solistin mit und erntete bei den vielen anwesenden Wagner-Freunden aus dem In- und Ausland großen Beifall.
Den Laufenern und den Bewohnern des südostbayerischen Raumes ist Constance Heller mit ihrer schönen, warmen Stimme aus Aufführungen von Werken des Komponisten Cesar Bresgen in Erinnerung, den sie noch persönlich kannte, ebenso von Solo-Konzertabenden in der Salzachhalle und ihrer Mitwirkung bei Konzerten der Musikfreunde Laufen und der Singgemeinschaft Freilassing in den 90-er Jahren. Nach dem Abitur am Laufener Rottmayr-Gymnasium absolvierte sie ihr Gesangsstudium am Mozarteum in Salzburg und schloss es mit dem "Magister" und der Diplomprüfung ab, die sie "mit Auszeichnung" bestand. Nach einem Meisterkurs in der "Münchner Singschule" hatte sie ihren ersten Soloauftritt auf der Bühne der Staatsoper in München. Schon während ihres Studiums absolvierte sie viele Konzert- und Fernsehauftritte und wirkte auch in Filmen mit. Ihr Operndebut gab sie als "Nikolaus" in "Hofmanns Erzählungen" am Stadttheater in Gießen. Neben der Tätigkeit als Oratoriensängerin folgten Gastspielverträge bei verschiedenen Festivals und Engagements an städtischen Bühnen, wie in Augsburg, Krefeld und Mönchengladbach. Seit Sommer 2003 ist Constance Heller Chorsolistin bei den Bayreuther Festspielen und hat dabei ihre Beziehung zum Musikschaffen Richard Wagners noch vertieft. Nach vielen Auftritten in München wechselt sie im Jahr 2004 nach Hamburg, wo bereits im Januar die Proben an der Hamburger Kammeroper beginnen. Ab März 2004 wird sie als "Olga" auf der Bühne dieses Hauses stehen.
Beim Jubiläums-Festkonzert des Richard-Wagner-Verbandes in München brillierte die aus Laufen stammende Sängerin mit der "Szene der Erda" aus Wagners "Rheingold", die sie im Duett mit dem Bass-Solisten Alexander Vassiliev sang, und mit der Solopartie "Höre mit Sinn, was ich dir sage" (Waltrauten-Erzählung aus der "Götterdämmerung"), begleitet von den Münchner Symphonikern unter Allan Bergius, die den Festabend als Orchester gestalteten.
"München ist neben Bayreuth zweifellos die bedeutendste Wagner-Stadt," betonte der Schirmherr, Herzog Franz von Bayern, in seinem Grußwort anlässlich des Jubiläums des Richard-Wagner-Verbandes, der ursprünglich schon vor 132 Jahren, im Jahr 1871, gegründet worden ist. Er bestand bis 1945 und wurde dann nach Ende des 2. Weltkrieges im Jahr 1953 wieder ins Leben gerufen. So konnte man nun auf 50 erfolgreiche Jahre seit der Wiedergründung zurückblicken.
Erst in München hat Richard Wagner ab dem Jahr 1864 mit den sogenannten "Musteraufführungen" seine eigene Auffassung von einem neuen musikdramatischen Stil verwirklichen können. Einen Meilenstein in der Theatergeschichte und zweifellos den Beginn der musikalischen Moderne auf dem Theater markierte die Uraufführung von "Tristan und Isolde" im Jahr 1865, mit der sich das Nationaltheater in München an die Spitze der europäischen Opernhäuser gestellt hat. Daran und an viele andere interessante Einzelheiten erinnerte im Rahmen der jetzigen Jubiläums-Veranstaltungen auch der Generalsekretär der Bayerischen Akademie der schönen Künste, Dr. Oswald Georg Bauer, in seinem Festvortrag "König Ludwig II. und Richard Wagner."

Quelle: http://chiemgau-online.de/lokalnachrichten/text_sr.php?satz=6152



Westdeutsche Zeitung, 21. Oktober 2002

... Constance Heller brachte als Gast ihren warmen, schön grundierten Mezzo ein, und ihre Olga war von echter Bühnenausstrahlung.

Von Marianne Gatzke, Lokale Kultur Krefeld

http://www.wz-newsline.de/seschat4/200/sro.php?redid=220



"Constance Heller sang Erdas Warnung aus dem Rheingold und die
Waltrauten-Erzählung mit eindringlicher dramatischer Stimmführung."

http://forum.festspiele.de/index.php?page=Thread&postID=3866
vom 23. November 2003





Der Neue Merker

Im Künstlerhaus am Lenbachplatz gab es Ende November eine eindrucksvolle Festveranstaltung zum Jubiläum der 50-jährigen Wiedergründung des Richard Wagner Verbandes (RWV) München. Der Verbandsvorsitzende Klaus Sydow begrüßte u.a. Frau Verena Lafferentz-Wagner als Vertreterin der Familie Wagner und Prof. Eva Märtson, Vizepräsidentin des Richard Wagner Verbandes International e.V., in Vertretung des RWVI- Präsidenten Josef Lienhart, der mit Wolfgang Wagner der Neugründung des RWV Bangkok in Thailand beiwohnte.
Prof. Märtson hob das Selbstverständnis des RWV hervor, der sich der Tradition verstehe, wenn diese als Bewegung im Sinne von Kreativität verstanden wird. Eine wichtige Aufgabe des Verbandes sei die Förderung der StipendiatInnen. In diesem Sinne sei der RWV München ein Ankerplatz für junge Künstler in der bayerischen Kulturmetropole. In Abwesenheit wurde Kammersängerin Astrid Varnay vom RWVI das Ehrenzeichen Goldenes „W“ verliehen. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war sodann der Festvortrag von Dr. Oswald Georg Bauer, Generalsekretär der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, zum Thema „König Ludwig II. und Richard Wagner“. Nach einem Zitat von König Ludwig, „Ja, die Sterne haben uns verbunden“, sprach Bauer von einer „sternenhaften Konstellation“ beider und gab einen sehr interessanten Abriss verschiedener Facetten dieser Freundschaft, die zwei „Theatomanen“ zusammen brachte. Bauer vertrat den Standpunkt, dass sie auch deshalb länger Bestand hatte, weil man sich so wenig sah und hob dabei Wagners Aufenthalt auf Schloss Hohenschwangau (das einzige der vier Königsschlösser, auf dem er je war), einige Audienzen sowie Ludwigs geschichtsträchtigen Besuch 1866 in Triebschen sowie hervor, bei dem sich Wagner - ohne Erfolg - aktiv in die Politik einmischte. Das von Wagner bei Ludwig geortete „Gefühlsverständnis“ war für Bauer eher ein „Gefühlsrausch“, der über die oft genannten „Wonnen“ nicht hinaus ging. Das Auseinandergehen der Freundschaft war schliesslich auch auf ein unterschiedliches Verständnis beider von Theater zuzuschreiben: Während es für Ludwig „Realitätsersatz“ war - im Sinne einer Verlagerung der Erlebniswelt ins Theatralische als Folge menschlicher Beziehungslosigkeit, so sollte es für Wagner ein „durch Kunst erhöhtes Abbild des rein Menschlichen“ sein. Nach Bauer war Ludwigs Beziehung zu Wagner hingegen seine einzige menschliche Bindung über 19 Jahre. Bayreuth war dem König dabei gleichgültig, er wollte ja den ganzen Ring in München uraufgeführt haben. Auch wenn Bauer zum Schluss kam, dass beide aneinander gelitten haben, stellte er doch als Ludwigs historisches Verdienst heraus, dem Komponisten trotz aller Reibereien den Lebensunterhalt finanziert und Bayreuth unterstützt zu haben, obwohl er es nicht verstand.
Im umfangreichen und gut gewählten musikalischen Rahmenprogramm stellte der RWV München sodann eine Reihe ehemaliger StipendiatInnen vor, die mit z.T. hervorragenden Leistungen aufwarteten. Im instrumentalen Teil bot der Pianist Julian RIEM eine virtuose Paraphrase von F. Liszt und R. Wagner über den Einzug der Gäste im Tannhäuser. Das Duo d’Accord Shao-Yin HUANG und Sebastian EULER gab vierhändig die Burlesken von Max Reger, und Silke AICHHORN begeisterte mit einem Harfensolo von Elias Parish Alvars. Den zweiten Teil des Abends bestritten die Münchner Symphoniker unter der Leitung von Allan BERGIUS mit Auszügen aus dem Ring, dem Fliegenden Holländer, Tannhäuser, Lohengrin, Tristan und Isolde sowie den Meistersingern von Nürnberg. Grossartige Leistungen boten dabei Constance HELLER als Erda und Waltraute, Stefanie SMITS mit der Hallenarie der Elisabeth und Eva ZETTL mit dem Gebet der Elsa, sowie Wilfried STABER mit Hagens Wacht. Alexander VASSILIEV lag der Daland mehr als der Wotan und der Pogner. Gerard Kim und Andrew Redmond konnten mit dem Wolfram möglicherweise nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen.
Aus Anlass des Jubiläums gab der RWV München eine über 200-seitige und äußerst informative Festschrift heraus, und die polnische Malerin Teresa WOJCIECHOWSKA stellte einen vielseitigen Bilderzyklus zum Werk des Bayreuther Meisters vor.

Von Klaus Billand

Quelle: http://www.rwv-muenchen.de/RWV_50_Merker.htm
und http://www.der-neue-merker.at


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